• Auf dem Hüttenplatze der Gesellschaft „Phoenix“ wimmelt es, wie im Ameisenhaufen, von Bau- und Hüttenarbeitern. Große Ziegelöfen, sie sollen mehrere Millionen Ziegelsteine enthalten, sind zum Theil ausgebrannt, zum Theil noch in voller Glut und liefern die erforderlichen Steine. Zu den vorhandenen Bauhandwerkern werden gegenwärtig noch an 100 Mauerer gesucht, und da dieselben in der Gegend schwer zu haben sind, beabsichtigt die Direktion, Wallonen kommen zu lassen. Heute sieht man wieder ganze Scharen Belgier in kurzen Kitteln, ob es Hüttenarbeiter oder Maurer sind, weiß ich nicht, die die Straßen des Ortes durchziehen, sie scheinen bei der Hochofenanlage beschäftigt werden zu sollen. Die Gesellschaft will für die Wallonen, welche nur Französisch reden, eine eigene Kirche, Schule, und für sämtliche Arbeiter ein Krankenhaus erbauen; auch ist ein Arzt für die Arbeiter angestellt. Bis jetzt sendet sie die gefährlichen Kranken ins Krankenhaus der Diakonissenanstalt nach Duisburg, wo sie auf ihre Kosten verpflegt werden.
    Auf dem Werke sind bereits 3 Hochöfen und an 20 Puddelöfen seit einiger Zeit in Betrieb, 3 neue Hochöfen werden bald fertig sein, und in wenigen Monaten angeblasen werden. Die erforderlichen Maschinen, welche das Gebläse für die 6 Hochöfen treiben sollen, sind größtentheils vollendet, auch sind bereits eine Anzahl von Koaksöfen angezündet. Diese haben eine eigenthümliche Konstruktion, es sind nämlich 2 Reihen Oefen über einander errichtet. Die Einrichtung soll den Vortheil haben, das die obern Oefen noch die Hitze der untern erhalten. Zu der vorhandenen Kesselschmiede wird jetzt eine mechanische Werkstätte und eine Schlosserei erbaut, damit sämmtliche Maschinentheile des Werkes gleich hier angefertigt werden, wenigsten 200 Schmiede Beschäftigung finden.
    Eine Eisenbahn führt von Süden nach Norden an der westlichen Gränze des Werkes vorbei, gegenwärtig wird eine Eisenbahn von der Ruhrorter Zweigbahn aus nach der Mitte des Hüttenplatzes angelegt.
    Die Gesellschaft läßt auf der rechten Seite der Emscher Wohnungen für die Arbeiter errichten, 3 Häuser, jedes zu 4 Wohnungen, sind bereits vollendet, ein Landmann zu Stockum baut ebenfalle tüchtig, und doch findet die Menge der fremden Arbeiter hier im Orte kein Unterkommen, sie muß sich in der Umgegend einmiethen.
    Die Direktion hat Eile das ganze Werk in Betrieb zu setzen, um das erforderliche Roheisen producieren zu können, für die nächsten 3 Monate hat sie sämmtliches Masseleisen, welches die Hochöfen bei Duisburg und Hochdahl fabricieren angekauft.
    Unser Ort erhält aber bei alledem ein fremdartiges Aussehen, der ernste sittige Sinn der Väter schwindet und macht dem leichtfertigen Wesen der Fremdlinge Platz. Die Sache hat also auch eine Schattenseite.

    Historie »Phoenix« Stahlwerk in Ruhrort (Blickpunkt Ruhrort N°4 - 2009)

    source : http://www.ruhrort.de/index.php?option=com_content&task=view&id=115&Itemid=53


    votre commentaire
  • 30 Jahre lang hat Jürgen Dreide im Hüttenbetrieb Duisburg-Meiderich gearbeitet. Jetzt führt er bereits seit mehr als einem Jahrzehnt Besucher durch "seine" Hütte. "Ich kann mich einfach nicht trennen", sagt Dreide.

    Ein Beitrag von Michael Jung

    Passion des haut-fourneaux d'usine - MEDIATHEQUE régionale - WDR.de

    Durant 30 ans, Jürgen Dreide a travaillé dans le chalet d'exploitation Duisburg-Meiderich. Maintenant, il dirige depuis plus d'une décennie les visiteurs par "son" fourneau. "Je ne peux pas m'en séparer", dit Dreide.

    Une contribution de Michael Jung

    source : http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2008/06/21/a40_04.xml

     


    votre commentaire
  •     Un polar sorti l'année dernière en Allemagne, nous donne des indications sur la vie des ouvriers wallons émigrés à Ruhrort et Meiderich.

        La rouge de la lune, de Silvia Kaffke, raconte l'histoire d'une jeune fille habitant Ruhrort en 1856. Je suis impatient de lire le livre pour vous communiquer un peu des morceaux de vie de ces ouvriers wallons dans la région Ruhr de cette époque. Cela pourra permettre de connaître un peu mieux le parcours de Louis Antoine.

        En primauté, sur les articles que j'ai consulté, j'ai trouvé deux informations :

    1° Dans une maison, à l'époque, pouvait habitait 100 personnes (source : http://kaffkescrimes.blogg.de/eintrag.php?id=97), bien sûr, il s'agit de maison comme on en voit encore beaucoup dans les quartiers ouvriers dans les grandes villes allemandes de la Ruhr, par exemple à Dortmund et bien sûr Meiderich (Duisburg).

    2° Comme on pouvait s'en douter, la venue de beaucoup d'ouvriers étrangers, qualifié, dans les usines de métallurgie, était très mal vue par la population (source : http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/panorama/2008/8/14/news-69298109/detail.html). Ayant été formé en Belgique dans les Usines Cockerill, les ouvriers wallons, émigrant, devaient certainement recevoir des salaires supérieurs à la population locale qui devait se contenter des travaux subalternes, à des salaires minimes. C'est la raison pour laquelle Louis Antoine a pu "faire fortune" à l'étranger, et revenir avec une somme lui permettant de faire construire quelques maisons et le temple de Jemeppe.


    1 commentaire
  •  source : kikirpa


    votre commentaire
  •  Meiderich, où résidèrent Louis Antoine et sa femme, où son fils à passé ses toutes premières années.

    source : Google Maps


    votre commentaire


    Suivre le flux RSS des articles de cette rubrique
    Suivre le flux RSS des commentaires de cette rubrique