• votre commentaire
  • Duisburg ist bis heute das bedeutendste Zentrum der Stahlindustrie in Mitteleuropa und verfügt über die größte Ausdehnung an Produktionsstätten dieses Bereichs weltweit.
    Mittlerweile stehen sämtliche der sieben im Ruhrgebiet betriebenen Hochöfen in Duisburg. Etwa die Hälfte des in Deutschland erzeugten Roheisens und ein Drittel des Rohstahls werden in Duisburg produziert.
    Alle Schachtanlagen, die zumeist im Duisburger Norden und dem heutigen Duisburger Westen lagen, sind nun geschlossen.
    Durch den Strukturwandel in der Stahlindustrie kam es zu einem erheblichen Arbeitsplatzabbau. Noch in den 1960er Jahren zählte die Stadt zu jenen mit den höchsten Pro-Kopf-Steuereinnahmen in der Bundesrepublik. Gab es damals noch fast 70.000 Stahlarbeiter, so sind heute davon lediglich 16.000 übrig geblieben.
    Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist so von knapp 280.000 auf nur noch 150.000 gesunken, so dass die Stadt heute noch in Folge dessen unter einer überdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit leidet.
    Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze entspricht nicht einmal einem Drittel der Einwohner Duisburgs. Damit liegt die Stadt auf dem gleichen Niveau wie Essen (0,3 Arbeitsplätze pro Einwohner). In der Nachbarstadt Krefeld beispielsweise kommen 0,67 Arbeitsplätze je Einwohner. Sie hat damit absolut sogar mehr Arbeitsplätze als Duisburg.


    votre commentaire
  • source : www.ruhrort.de


    votre commentaire
  • Auf dem Hüttenplatze der Gesellschaft „Phoenix“ wimmelt es, wie im Ameisenhaufen, von Bau- und Hüttenarbeitern. Große Ziegelöfen, sie sollen mehrere Millionen Ziegelsteine enthalten, sind zum Theil ausgebrannt, zum Theil noch in voller Glut und liefern die erforderlichen Steine. Zu den vorhandenen Bauhandwerkern werden gegenwärtig noch an 100 Mauerer gesucht, und da dieselben in der Gegend schwer zu haben sind, beabsichtigt die Direktion, Wallonen kommen zu lassen. Heute sieht man wieder ganze Scharen Belgier in kurzen Kitteln, ob es Hüttenarbeiter oder Maurer sind, weiß ich nicht, die die Straßen des Ortes durchziehen, sie scheinen bei der Hochofenanlage beschäftigt werden zu sollen. Die Gesellschaft will für die Wallonen, welche nur Französisch reden, eine eigene Kirche, Schule, und für sämtliche Arbeiter ein Krankenhaus erbauen; auch ist ein Arzt für die Arbeiter angestellt. Bis jetzt sendet sie die gefährlichen Kranken ins Krankenhaus der Diakonissenanstalt nach Duisburg, wo sie auf ihre Kosten verpflegt werden.
    Auf dem Werke sind bereits 3 Hochöfen und an 20 Puddelöfen seit einiger Zeit in Betrieb, 3 neue Hochöfen werden bald fertig sein, und in wenigen Monaten angeblasen werden. Die erforderlichen Maschinen, welche das Gebläse für die 6 Hochöfen treiben sollen, sind größtentheils vollendet, auch sind bereits eine Anzahl von Koaksöfen angezündet. Diese haben eine eigenthümliche Konstruktion, es sind nämlich 2 Reihen Oefen über einander errichtet. Die Einrichtung soll den Vortheil haben, das die obern Oefen noch die Hitze der untern erhalten. Zu der vorhandenen Kesselschmiede wird jetzt eine mechanische Werkstätte und eine Schlosserei erbaut, damit sämmtliche Maschinentheile des Werkes gleich hier angefertigt werden, wenigsten 200 Schmiede Beschäftigung finden.
    Eine Eisenbahn führt von Süden nach Norden an der westlichen Gränze des Werkes vorbei, gegenwärtig wird eine Eisenbahn von der Ruhrorter Zweigbahn aus nach der Mitte des Hüttenplatzes angelegt.
    Die Gesellschaft läßt auf der rechten Seite der Emscher Wohnungen für die Arbeiter errichten, 3 Häuser, jedes zu 4 Wohnungen, sind bereits vollendet, ein Landmann zu Stockum baut ebenfalle tüchtig, und doch findet die Menge der fremden Arbeiter hier im Orte kein Unterkommen, sie muß sich in der Umgegend einmiethen.
    Die Direktion hat Eile das ganze Werk in Betrieb zu setzen, um das erforderliche Roheisen producieren zu können, für die nächsten 3 Monate hat sie sämmtliches Masseleisen, welches die Hochöfen bei Duisburg und Hochdahl fabricieren angekauft.
    Unser Ort erhält aber bei alledem ein fremdartiges Aussehen, der ernste sittige Sinn der Väter schwindet und macht dem leichtfertigen Wesen der Fremdlinge Platz. Die Sache hat also auch eine Schattenseite.

    Historie »Phoenix« Stahlwerk in Ruhrort (Blickpunkt Ruhrort N°4 - 2009)

    source : http://www.ruhrort.de/index.php?option=com_content&task=view&id=115&Itemid=53


    votre commentaire


    Suivre le flux RSS des articles de cette rubrique
    Suivre le flux RSS des commentaires de cette rubrique