Une communauté spirite en Allemagne (Le Fraterniste, 15 mai 1934)
Une communauté spirite
en Allemagne
La Deutsche Filmschau, le Grossenhainer Tageblatt, la Zeitschrift fuer Seelenleben, etc., ont consacré d'importants articles à la communauté spirite de Thiendorf par Kœnigsbrück Land, en Saxe, à l'occasion de son 50e anniversaire. La communauté comprend une soixantaine de membres et les messages sont reçus par la sœur Amalie Schaale. Ce que cette colonie a enduré de souffrances passe l'imagination, car à ses débuts elle fut persécutée à cause de sa vie en commun et surtout, à cause de ses communications constantes avec le monde des indivisibles dès 1883.
A l'occasion de son 85e anniversaire, le Chancelier Hitler a tenu lui-même à adresser au médium Amalie Schaale ses souhaits et ses compliments les plus cordiaux. Elle fut en effet l'inspiratrice de cette colonie héroïque dont la vie matérielle ne fut pas toujours facile, mais qui compta en tous domaines tant de pionniers convaincus de la réalité de la survivance personnelle et de la possibilité de communication des vivants avec les morts.
L'histoire de cette communauté de Thiendorf constitue d'ores et déjà une sorte de « Légende Dorée » du spiritisme : On croit rêver à la pensée que là, forts de leur foi spirite, une soixantaine de gens se sont étroitement associés sur un même bien, dans une fraternelle coopération de tous les instants, malgré l'hostilité des hommes et de la nature. Et, la journée faite, autour d'Amalie Schaale, les spirites accueillaient la parole réconfortante de l'Au-Delà qui tombait comme une rosée du ciel.
Nos frères de Thiendorf ont bien voulu nous adresser plusieurs de leurs messages spirites. En les lisant, nous ne pouvions nous défendre d'une profonde émotion : Ceux de Thiendorf ont vécu un demi-siècle dans l'enchantement spirite, en perpétuel contact avec les invisibles, plus forts que les colères des hommes et que les tempêtes de la nature, vainqueurs toujours du mal et de la mort...
A tous les « Grands Messieurs » qui depuis l'an dernier ont pris le chemin de Thiendorf pour voir les vieux et fidèles colons, pour les entendre conter leurs tribulations d'antan, pour trouver autour de Wilhelm et d'Amalie Schaale un peu de cette sainteté qui devient si rare décidément sur l'infernale terre, nous nous joignons et nous crions de notre terre de France : « Frères allemands ! Nos mains dans vos mains ! »
Car ceux de Thiendorf, depuis un demi-siècle, offrent à Dieu leur cœur comme un ostensoir : Il a neigé sur leurs têtes, certes, mais leur cœur n'a cessé de reverdir avec chaque printemps, merveilleux et tendre de la jeunesse de l'éternité...
Amalie Schaale, Prêtresse de la Colonie spirite de Thiendorf au merveilleux pays de Saxe, nous sommes ici quelques gens de France, de la vraie France, vous savez ? qui vous crions notre amour et notre admiration. Puissions-nous, ainsi que vous, porter notre cœur comme le Très Saint Sacrement ; qu'il neige aussi sur nos têtes, pourquoi pas ? mais que notre cœur ne cesse de reverdir avec chaque printemps, merveilleux et tendre de la jeunesse de l'éternité...
Gabriel GOBRON
Le Fraterniste, 15 mai 1934
Vermischtes.
– Eine neue religiöse Sekte hat sich in Thiendorf in der Ephorie Grossenhain gebildet Sie nennt sich Theographischer Bruderbund in Christo. Die Anhänger derselben stammen meist aus der Gegend von Chemnitz. Mit äussern Mitteln gut ausgestattet haben sie in Thiendorf mehrere Besitzungen erworben auf denen sie mehrstöckige Häuser errichtet haben. Hier leben sie, einige 40 Köpfe stark, in einer Art Güter- und Familien-Gemeinschaft; sie verwerfen die eheliche Gemeinschaft, führen aber sonst in Uebung geistiger Bruder- und Nächstenliebe kein anstössiges Leben. Höher als Gottes Wort halten sie die ihnen durch den Mund eines weiblichen Mediums zukommenden Offenbarungen. Diese und die auf demselben Wege ihnen zugehenden Anordnungen zur Regelung ihres häuslichen, kirchlichen und bürgerlichen Lebens sind die Richtschnur ihres Glaubens und Lebens. Bis jetzt haben sie sich zur Kirche nicht feindlich gestellt, sie besuchen fleissig die Gottesdienste. Ihre Apostel treiben Krankenheilungen durch Handauflegen unter Gebet und scheinen namentlich auf diesem Wege Anhänger gesucht und gefunden zu haben.
(Zw. Wochenblatt.)
Freimaurer Zeitung, N°6, 5. Februar 1887
Die frühen Kommunisten
Vor 130 Jahren wurde im Ort ein geschwisterlicher Verein gegründet. Eine Straße heißt noch heute Zur Brüdergemeinde.
Von Kathrin Krüger-Mlaouhia
Waltraud Schumann blättert in einem dünnen A 5-Heftchen. Es erzählt die Geschichte des Vereins geschwisterliche Vereinigung zu Thiendorf e.V., auch Brüdergemeinde genannt. Vor 16 Jahren wurde es von der damaligen Ortschronistin Birgit Naumann erstellt. Waltraud Schumann ist vielleicht die Einzige, die im Ort noch etwas mit den alten Fotos und Akten darin anfangen kann. Denn die heute 85-Jährige hat die Brüdergemeinde noch einige Kinder- und Jugendjahre lang selbst erlebt.
Diese typischen Klinkervillen und der Straßenname erinnern noch heute an die Thiendorfer Brüdergemeinde. Kleines Foto oben: Waltraud Schumann wurde 1929 in der Kommune geboren. Ihren Eltern gehörten dazu. Vater Kurt Mocker war der Geschirrführer der Landw Diese typischen Klinkervillen und der Straßenname erinnern noch heute an die Thiendorfer Brüdergemeinde. Kleines Foto oben: Waltraud Schumann wurde 1929 in der Kommune geboren. Ihren Eltern gehörten dazu. Vater Kurt Mocker war der Geschirrführer der Landw
„Mein Vater kam aus dem Vogtland nach Thiendorf, weil ihn sein Onkel Ernst darum gebeten hatte“, erzählt die Seniorin. Onkel und Tante Mocker waren aus Amerika zurückgekommen, wohin viele aus der vor 130 Jahren gegründeten Kommune ausgewandert waren. Doch sie hatten keine Kinder. Mitglieder und mithin Mitarbeiter wurden aber in der landwirtschaftlichen Kommune dringend gebraucht.
Als Waltraud Schumann 1929 zur Welt kam, umfasste die Brüdergemeinde ein stattliches Gelände zwischen der Straße nach Liega und dem heutigen Feuerwehrdepot. Dazu gehörten ein Garten, Scheunen und Ställe, eine Tischlerei und ein Maschinengebäude, das Wirtschaftshaus mit Gemeinschaftsspeisesaal und natürlich die Wohnhäuser. „Meine Eltern bekamen kein Geld fürs Arbeiten“, erinnert sich die Thiendorferin. Alles wurde in eine Gemeinschaftskasse gegeben. Dafür wurden neue Technik angeschafft oder Reparaturen bezahlt. Waltraud Schumann bekam das zu spüren: Sie musste in Holzpantinen bis nach Schönfeld zum Konfirmandenunterricht laufen. „Meine Eltern haben sich deshalb etwas dazuverdient: Mutter strickte Strümpfe für die Thiendorfer Bauern und der Vater kassierte im Gasthof den Eintritt, wenn Tanz war.“
Der Verzicht auf zu viel persönlichen Besitz stand bei den frühen Kommunisten im Programm. Doch die religiös geprägten Mitglieder waren eher spirituell angehaucht. Bindeglied untereinander, so weiß es auch Waltraud Schumann, waren die Gebetsstunden. Ihre Eltern hätten daran aber nicht teilgenommen. Im Dorf hätte man die Kommune aber „die Heiligen“ genannt. Sie waren schon ein Dorf im Dorfe. Man erzählte sich von spiritistischen Versammlungen. Waltraud Schumann hat sich als Kind leider nicht dafür interessiert.
„Das Leben war gut, aber wir waren arm“, fasst die Thiendorferin zusammen. Um zu verstehen, was damals gelaufen ist, muss man sich in die Zeit hineinversetzen. Alternative Lebensformen hatte um die Jahrhundertwende Konjunktur. Man wollte zurück aufs Land, sein Leben und seine Ernährung selbst bestimmen. Immerhin erbte Schumanns Mutter nach Auflösung der Kommune ein Haus. Das gibt es heute noch – mit dem markanten gelben Klinker.
saechsische.de, 10 September 2014
https://www.saechsische.de/plus/die-fruehen-kommunisten-2880073.html
Thiendorf hatte eine Kommune
An der Straße Zur Brüdergemeinde liegt in Thiendorf das Hotel Lindenhof. So mancher Gast hat schon die Frage gestellt, was das für eine Gruppe war, die der Straße den Namen gab. Ortschronistin Birgit Naumann machte sich deshalb emsig ans Studium verfügbarer Unterlagen.
Von Kathrin Krüger-Mlaouhia
An der Straße Zur Brüdergemeinde liegt in Thiendorf das Hotel Lindenhof. So mancher Gast hat schon die Frage gestellt, was das für eine Gruppe war, die der Straße den Namen gab. Ortschronistin Birgit Naumann machte sich deshalb emsig ans Studium verfügbarer Unterlagen. Und so entstand eine Arbeit über jene geschwisterliche Vereinigung e. V., die der Thiendorfer Jugend- und Heimatverein in diesem Jahr als Broschüre veröffentlichen will.
Die Brüdergemeinde war eine frühe Kommune mit gemeinschaftlichem Eigentum und starker Glaubensverbundenheit. Familien schlossen sich zusammen, um landwirtschaftlich zu arbeiten und sich gegenseitig zu helfen. Den Grundstein hatte 1883 Amalie Ulbricht-Schaale mit 46 Hektar Land gelegt. Sie war auch das spirituelle Oberhaupt im freikirchlichen Glaubensleben der Gemeinschaft. Von ihren Gebetsstunden gibt es mysteriöse Überlieferungen, die vom Kontakt mit Engeln und den Geistern Verstorbener berichten.
Nach 1891 folgten einige Mitglieder der Vereinigung dem Ruf nach Nordamerika. Dort erhofften sich die Handwerker und Landwirte bessere Verdienstmöglichkeiten. Während einige enttäuscht wieder nach Thiendorf zurückkehrten, machten andere gutes Geld und überwiesen es ihren Brüdern in Deutschland. Die bauten damit die markanten Klinker-Villen mit den Dachausbauten. 1909 ließ sich der Wohltätigkeitsverein registrieren.
Mit der Inflation brach auch eine schwere Zeit für die Brüdergemeinde an. Viele ältere Mitglieder mussten versorgt werden, aus Amerika kamen keine Zuwendungen mehr. Im Krieg wurden viele Gebäude beschädigt.
Nach 1945 fassten die verbliebenen Mitglieder das Ziel, einen gemeinsamen Neuanfang zu wagen. Doch der Verein wurde administrativ aufgelöst, aus einem Teil der Gebäude machte die Rote Armee einen Jugendwerkhof.
saechsische.de, 24 Januar 2005
https://www.saechsische.de/plus/thiendorf-hatte-eine-kommune-1200488.html
Un nouveau Dieu (Le Réveil du Nord, 4 mai 1914)
UN NOUVEAU DIEU
Surtout, ne tombez pas frappé d'apoplexie à la lecture de la nouvelle que je vais vous annoncer.
Le Père Eternel est sur terre.
Et à deux pas d'ici : à Roux, petit village du Hainaut Belge. Le Père Eternel délaisse la Terre Sainte qui est envahie par les touristes anglais, les guides allemands et les capucins internationaux. Il a préféré venir villégiaturer dans la patrie de Beulemans.
Il habite une bonne maisonnette où il y a le chauffage à la vapeur et toutes sortes de commodités, car le Père Eternel aime avoir ses aises et il est sujet, en hiver, aux rhumes de cerveau.
On appelle sa maisonnette le « Temple de la Vertu ». Le Père Eternel se fait désigner tout simplement sous le nom de Père Dor, professeur de l'Ecole Morale de Roux.
Il guérit les malades, sans médicaments, il console les affligés, donne des conseils pour vivre vertueux, pour avoir des enfants, pour soigner les panaris et pour raccommoder les ménages.
Ça vaut mieux que d'aller au café, bien sûr.
Pour expliquer plus commodément sa doctrine le Père a fait un petit catéchisme. Aujourd'hui, même le Bon Dieu est obligé de passer par l'imprimerie pour se faire connaître. Ça fera sûrement du tort à ces Messieurs du clergé. La concurrence directe de Dieu, c'est comme qui dirait la suppression des intermédiaires et, dame, les intermédiaires : MM. le Pape, les évêques et autres, vont la trouver mauvaise.
D'autant plus que le Père leur dit leur quatre vérités, avec sa franchise bien connue :
– « Je dois vous dire que le Christianisme tel qu'on l'a enseigné jusqu'à ce jour est souillé de toutes sortes d'absurdités. Mais j'espère que ces faibles idées inculquées dans l'âme, ignorante du Vrai, du Beau, du Juste, s'évanouiront bientôt par la connaissance de la Morale moderne, car celle-ci démolit la prière, la foi et le Dieu inventé.
» On doit savoir que le christianisme est le résultat de la prédication de l'Evangile, faite par les apôtres aux Juifs et aux gentils ([…] après la mort de Jésus. (Ici je ne dirais pas la mort du Christ, parce que celui-ci n'est pas mort).
» Ces résultats, ces révélations sont des fables inventées par les hommes sectaires, religionnaires, c'est-à-dire par les hommes matériels. La preuve est qu'ils se contredisent les uns les autres. Le christianisme doit sa propagation à quelques rois fanatiques et il est resté debout grâce à leurs efforts et leur opiniâtreté à combattre et à détruire l'hérésie secondés aussi par leur Dieu : l'argent.
» Et ces dirigeants sectaires, ces dignes de la foi, c'est-à-dire les chrétiens qui prétendaient enseigner une religion de paix, de pardon et de mansuétude, n'hésitèrent pas, pour assurer la prépondérance de leur croyance, d'immoler des milliers d'hérétiques en les vouant à des tortures atroces, n'épargnant ni vieux ni jeunes, pas même les enfants qui tétaient... »
Il n'est pas si bête qu'on aurait pu le croire, ce vieux Père Eternel et quand la « Croix » prétendait le séquestrer dans le Paradis, c'est bien parce qu'elle redoutait cet accès de vérité, un jour ou l'autre.
Mais dans sa retraite de Roux, le Père prépare désormais toute une série de révélations. Moyennant 2 fr. 15 en mandat-poste (0 fr. 25 en plus pour envoi recommandé) il vous envoie son « livre précieux » : Christ parle à nouveau.
Le prospectus ajoute : « L'Administration n'est pas responsable des envois non recommandés ». Dieu peut tout, sauf s'y retrouver dans le gâchis des bureaux de poste !
L'Administration du Nouveau Christ a bien raison de faire toutes réserves. La vie divine serait infernale s'il fallait que le Bon Dieu aille lui-même se chamailler avec les employés des postes qui sont souvent athées et l'enverraient au Diable...
Réjouissons-nous. Il n'y aura bientôt plus d'athées, ni de faux prophètes, ni de faux dieux... Les apôtres du Père le proclament dans une brochure (0 fr. 30 par la poste) qu'ils ont eu la délicate pensée d'éditer « à l'occasion de la Toussaint jour de la Grande Opération pour les vivants et les morts ». – ? –
– « Vous le dites, mon Père : dans la morale comme dans l'art, dire n'est rien, faire est tout. Concevoir le bien, en effet, ne suffit pas, il faut le faire réussir parmi les hommes. C'est là votre mission, mon Père et c'est de vos exemples que nous connaissons la grandeur de votre travail. Vous avez dû, mon Père, passer par bien des filières pour acquérir seul cette puissance qui fait reconnaître en Vous, le Conducteur de ce Monde, ce qui veut dire : le Messie du XXe siècle...
» Oui, cher et vénéré Père, Vous voulez nous cacher votre essence surnaturelle, c'est-à-dire qui vous êtes, mais vos enfants Vous ont reconnu et vous le crient bien haut : Vous êtes le Christ !
» Ah ! oui, elles nous éclairent maintenant les paroles que vous avez prêchées il y a deux mille ans et notamment celles-ci : « Je m'en vais vous préparer le lieu et après que je m'en serai allé et que je vous aurai préparé le lieu, je reviendrai, et je vous retirerai à moi, afin que là où je serai, vous puissiez y venir aussi ».
Il y a deux mille ans qu'il a dit cela L'Eternel Père Dor, de Roux (Hainaut belge) ? Après tout, c'est bien possible. Je ne m'en souviens pas.
Cette phrase biblique assez embrouillée n'évoque en mes souvenirs que cette maxime analogue :
« On est prié de toujours laisser le lieu comme on voudrait le trouver soi-même en y venant ».
Et ce n'est pas dans l'Evangile que j'ai lu ça.
Tout cela est bel et bien : il ne faut pourtant pas oublier l'essentiel.
Le Nouveau Christ, le Père Eternel réincarné, le Père Dor, pour tout dire, est un spécialiste guérisseur pour toute maladie.
Il nous dit dans son prospectus :
« Je veux faire comprendre à l'Humanité que par le calme, la patience, la simplicité, la sobriété et la mise en pratique des instructions que renferme mon livre précieux intitulé : Christ parle à nouveau, on peut arriver à se guérir de tous ses maux, maladies, peines, embarras, etc., etc., à moins qu'on ne me consulte trop tard, car si le cas est mortel je ne peux malgré tout que donner un soulagement à seule fin que le moribond s'éteigne sans douleur et courageusement ».
Le Père Eternel du Hainaut Belge empêche donc de trépasser, à moins qu'on ne meure. Il avait eu un précurseur dans la personne de M. de la Palisse.
Son système curatif est simple : s'abstenir de viande, de beurre, d'œufs, de graisse, etc., et se vouer au végétarisme ou à la diète, et à l'eau sucrée. Par dessus le marché : croire au fluide du Père.
D'innombrables attestations proclament les miracles accomplis.
Un brave homme était asthmatique et poitrinaire. Le médecin sa déclara impuissant. Les curés se mirent de la partie :
« Le clergé avant appris que ma mort était proche, écrit le miraculé de Roux, délégua un vicaire. Deux jours de suite j'eus à subir ses instances pour remplir les devoirs religieux, c'est-à-dire pour me confesser. Consulté à ce sujet par ma femme, vous (le Père Dor) lui dites que je ne pouvais recevoir absolument personne contre l'amour de bien faire, si je voulais guérir. Quand ces personnes se présentèrent de nouveau, ma compagne eut une lutte à soutenir pour les empêcher de se rendre à mon chevet ; la victoire fut pour elle, ils se retirèrent en la menaçant... »
Le miraculé est tiré d'affaire grâce au système du Père Eternel Dor. Celui-ci, qui connaît l'étendue de la puissance divine, déclare que son disciple « pourrait très bien commettre une infraction à la loi morale et de ce fait ne pas tarder à se désincarner ». L'avenir est ainsi garanti contre toute surprise fâcheuse.
Les infirmes et affligés sauront désormais où s'adresser.
Surtout, insiste le Père Dor qu'ils ne se trompent point : près de Roux, dans le Hainaut belge, il y a Jemmeppes ; et à Jemmeppes, il y a le Temple du Père Antoine, de célèbre mémoire : ne confondons pas ; l'Antoinisme, c'est de la camelotte ; seul le culte du Père Dor, le « Nouveau Christ, le sauveur du Monde et le Créateur du Vrai, du Bon, du Juste, du Bien », est efficace.
La maison est au coin du quai.
Il y a un dieu de plus. Les derniers chiffres de statistique en recensaient trente-trois mille six cent dix-neuf qui tous se proclamaient le seul et l'Unique.
Le Père Eternel de Roux proclame qu'il ne veut recevoir « ni cadeaux, ni argent ».
Par là du moins il ne va ressembler à aucun de ses trente-trois mille six cent dix-neuf confrères !
ALEX WILL.
Le Réveil du Nord, 4 mai 1914
Ancienne dépendances de Jemeppe
Cartes de Vandermaelen (1847-1853)
Carte États-Major (1902)
Liste des anciennes dépendances de Jemeppe, que l'on retrouve sur les anciennes cartes et dans les noms de rue :
- Bois-de-Mont (partagé avec Flémalle-Grande) > Rue Bois-de-Mont
- Au Boutor ou Bouthor (Boutôr) (partagé avec Flémalle-Grande et correspond à la Rue de l'Hôtel Communal de Grâce-Hollogne)
- Les Maquets > Rue du Makets
- Fond-de-Jemeppe > Rue du Gosson (fond de la vallée de la Meuse)
- Jâce ou Jace > Rue/Thier de Jace
- La Halette > à côté de Mons ou Rue de la Halette
- La Vieille-Xhavée > Rue Xhavée
- Laveux, puis Bas-Laveux et Haut-Laveux > Rue du Laveu
- Mabotte > Rue Mabotte
- En Boutte > Rue du Boutte
- Pairay (Pairai) > Rue de Flémalle (ce nom est également un quartier de Seraing)
- Quatre-Ruelles ou Au Housseû > Rue des Housseux
- Ruy (Rwî) > Rue Ruy
- Tilleul ou le Tilleul (Petit Tîge) (partagé avec Flémalle-Grande et correspond à la Grand'Route vers Flémalle)
- Toutes-Voies ou Toute-Voie ou Toutes-Voyes (Toûvôye) > Rue Toute Voie
- Puits-en-Melvelle > Rue Miville
- Haut Vinâve > Rues du Haut-Vinâve et du Grand-Vinâve
La commune est maintenant séparée en deux par l'A604, avec
- à droite, du nord au sud : En Boutte, Jace (avec le Thier de Jace), Toutes-Voies, Xhavée, Halette, Mabotte, Fond-de-Jemeppe
- à gauche, du nord au sud et de gauche à droite : Ruy, Makets, Jace (avec la Rue de Jace), Bois-du-Mont, Laveu, Quatre-Ruelles, Pairai, Miville, Haut-Vinâve
Fête de Mère à l'occasion de la remise des portraits dans les temples (1970)
La Rue Bois-de-Mont a été baptisé alors Rue Alfred Smeets.
Sur la pancarte derrière le costumé on peut lire :
Cortège pour la Fête de Mère
et pour la remise des portraits
dans les temples.
Des cortèges de propagande furent organisé en 1963 et 1964 afin que Jemeppe remette les Images,
retirés depuis 1940, en espérant un changement. Le 3 novembre, ils firent de nouveau un cortège avec des images et lurent une allocution devant le Temple de Jemeppe.
Fête de Mère à l'occasion de la remise des portraits dans les temples (1970)
La Rue Bois-de-Mont a été baptisé alors Rue Alfred Smeets.
Sur la pancarte derrière le costumé on peut lire :
Cortège pour la Fête de Mère
et pour la remise des portraits
dans les temples.
Des cortèges de propagande furent organisé en 1963 et 1964 afin que Jemeppe remette les Images,
retirés depuis 1940, en espérant un changement. Le 3 novembre, ils firent de nouveau un cortège avec des images et lurent une allocution devant le Temple de Jemeppe.
Un guérisseur (Le progrès médical, 1912, p.349)
BULLETIN DU PROGRÈS MÉDICAL
Un guérisseur.
Un singulier personnage vient de mourir. On l'appelait Antoine le guérisseur ou encore Antoine le généreux. Ancien ouvrier lamineur, dénué de culture, mais doué d'une extraordinaire puissance psychique, il prétendait posséder le pouvoir de soulager ses semblables ; il les délivrait de leurs maux physiques et leur restituait le bien-être. D'innombrables témoignages attestent les cures qu'il opérait ainsi, sans remède, par la seule vertu de sa présence et de sa volonté. Chaque jour des centaines de malades accouraient vers lui : les aveugles voyaient, les paralytiques marchaient. « C'est la foi qui opère », disait-il, sérieusement ou ironiquement, je ne sais ; se souvenant de son métier d'autrefois il ajoutait : « Le feu de la forge rend le fer malléable, et alors l'homme en fait ce qu'il désire. Notre âme est un peu ainsi ». Les syndicats médicaux lui intentèrent un procès pour exercice illégal de la médecine. Bien entendu, les tribunaux l'acquittèrent sous prétexte qu'il ne tirait aucun salaire de ses soins. Alors il fonda une sorte de religion « l'Antoinisme » dont les adeptes se répandirent dans toutes les parties de l'univers.
Un admirateur passionné consacra 100.000 francs à lui bâtir un temple à Jemmapes. Une pétition couverte de 130.000 signatures et adressée au gouvernement belge demanda que « l'Antoinisme » fût officiellement reconnu. Le nouveau culte recruta un peu partout ses fidèles ; des groupes se formèrent à Paris, à Tours, à Vichy, à Lyon, à Nice, à Grenoble.
Antoine avait fondé des organes qui propageaient sa doctrine. L'Unitif portait partout la bonne parole. « Vous ne pouvez faire de la morale à personne, y disait-il ; ce serait prouver que nous ne faites pas bien, car elle ne s'enseigne pas par la parole, mais par l'exemple... Tachez de vous persuader que la moindre souffrance est due à votre intelligence qui veut toujours plus posséder : elle se fait un piédestal de la clémence, en prétendant que tout lui soit subordonné ». Ce langage, de par son obscurité même, séduisait et attirait les cœurs simples.
Le cas n'est pas nouveau. De tout temps il a existé des guérisseurs de l'espèce d'Antoine. Il y en avait aux Indes, en Grèce, à Rome, chez les Gaulois, plus tard au moyen-âge, dans les villes et dans les campagnes où ils se livraient à leurs pratiques suspectes. Parfois on les tolérait ; souvent convaincus de sorcellerie, condamnés par l'Eglise, ils périssaient de la main du bourreau. Mais ces persécutions ne les décourageaient pas. Ils renaissaient de leurs cendres. Leur race est indestructible. Elle résiste aux progrès de la science, à l'évolution des meurs, au développement de l'esprit d'analyse et d'examen. Hier, Antoine avait des émules en la personne du célèbre zouave Jacob, qui jouit, pendant un demi-siècle, d'une réputation mondiale ; en la personne du non moins fameux Philippe, que le tsar manda à St-Pétersbourg afin de le consulter sur la santé de l'impératrice et qui revint chargé de présents et d'honneurs. La liste pourrait s'allonger indéfiniment. Plus que jamais aujourd'hui, les voyants, les apôtres de l'occultisme, pullulent. Balzac annonce quelque part que le début du vingtième siècle doit être marqué par une recrudescence de la magie. Sa prédiction s'accomplit. La France compte aujourd'hui plus de dix mille devins et devineresses répartis dans les différents quartiers les plus aristocratiques, les plus populeux, tout le monde veut faire lire son avenir dans le blanc d'œuf ou dans le marc de café. Tout le monde croit au don spécial qui, déjà du temps de Tiresias, se nommait la double vue. Faut-il en conclure avec Renan que seule la bêtise humaine peut nous donner une idée de l'infini ? Ce serait peut-être la réflexion de circonstance, mais elle serait pour le moins parfaitement inutile. Paul MAURY.
Le progrès médical, 1912, p.349
L'Antoinisme (Échos, in L'Événement, 26 juin 1924)

L' « Antoinisme »
C'était hier, 25 juin, l'anniversaire de la mort, – de la désincarnation, comme disent les « antoinistes » – du père Antoine, ce simple mineur de Jemmapes qui a créé une religion véritable, laquelle compte de nombreux adeptes et possède des temples, à Paris, à Monaco, à Tours, Vichy, Lyon. Vervins, Aix-les-Bains, Caudry.
Il y avait, hier grande affluence et recueillie, au sanctuaire parisien, rue Vergniaud. L'esprit souffle où il veut.
L'Événement, 26 juin 1924
Jemeppe - Rue Rousseau
(source : Google StreetView)
Jemeppe Rue Rousseau.
En séance du 6 mai 1977, le Conseil communal de Seraing a donné le nom de rue Rousseau au chemin allant de la rue des Housseux à la rue du Bois de Mont sur le territoire de l'ancienne commune de Jemeppe.
Portant le nom d'Alfred Smeets avant les fusions de communes (depuis 1923), cette voie de communication faisait jadis partie de la Havée du Bois de Mont et s'appelait Rue Bois-de-Mont. Une havée (ou xhavée, du latin excavata (creusée) ou du l'ancien bas-francique *hauwa (alld hauen, néerl. schaven) apparenté au mot français désignant la « houe ») est un travail de terrassement. Il existe plusieurs rue avec ce nom dans la province de Liège (Verviers, Wandre, Lincent...).
La nouvelle dénomination de cette voie publique emprunte le nom de Jean-Jacques Rousseau, écrivain et philosophe suisse de langue française, né à Genève en 1712 et décédé à Ermenonville en 1778.
En séance du 13 juin 1884, le Conseil communal de Jemeppe a décidé de construire une école dite alors des Quatre Ruelles et devenue actuellement communal de la rue Rousseau n°1.
source : https://www.facebook.com/groups/Seraingpourtoujours/posts/1769443413262252
Jemeppe - Rue des Housseux
(source : Google StreetView)
Jemeppe. Rue des Housseux.
Situé entre les voies des Tomballes et des Kessales, la ruelle des Housseux faisait partie du chemin vicinal n° 22 conduisant des Quatre ruelles à Flémalle-Grande.
Devenue la rue des Housseux en 1876, cette voie de communication est délimitée entre la rue des Tomballes et l'avenue Lambert depuis 1948.
Situé entre la rue des Kessales et l'avenue Lambert, l'autre tronçon de la rue des Housseux porte le nom de rue Dossogne.
C'est en bordure de la rue des Housseux que l'on a voulu aménager un nouveau cimetière. Clôturé provisoirement en 1897, le nouveau champ de repos fut pourvu de ses annexes en 1904.
On accède actuellement au cimetière des Housseux, soit par l'avenue Lambert, soit par la rue Blum.
source : https://www.facebook.com/groups/Seraingpourtoujours/posts/1405524019654195/
L'origine du mot viendrait du francique *hulis « houx ».
Les housseux de mars désigne à Liège les giboulets de mars.









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