• Les Wallons à Laar (Duisburg)

    Das war Laar um 1850. In der folgenden Zeit suchte man die Schätze seines fruchtbaren Bodens nicht mehr in der Ackerscholle, sondern im Schoße seiner Erde, in der die schwarzen Diamanten ruhten. Mit der Errichtung der Hütte „Phoenix“ im Jahre 1852 begann für Laar die Industrialisierung. Während des Baues der „Phoenix“, die ihren Ursprung in Belgien hat, siedelten sich zahlreiche Wallonen hier an. Auf der Kaiserstraße wurde Fachwerkbau an Fachwerkbau errichtet. Das Haus „Geibel“ wurde nach Ankauf durch die „Phoenix“ zu einer Kantine hergerichtet, in der Bonnever den Wirt spielte. Ein Sohn des Wirtes war später jahrelang Ingenieur auf dem Werk. Heute befindet sich hier die Wirtschaft Allekotte. An die „Belgische Invasion“ erinnerten noch lange Namen wie: Van de Voire usw.

    Mehr und mehr verlor Laar seinen landwirtschaftlichen Charakter. Die Höfe wurden verkauft und nur die Lacums hielten fest an der Scholle, wenn auch das Anwesen von den Industriebauten vollkommen eingeschlossen wurde, und der Pflug erst eine halbe Stunde über Straßenpflaster holpern musste, ehe die Knechte, weit draußen in Beeckerwerth, mit der Beackerung des Bodens beginnen konnten. Heute liegt die „Phoenix“, das Werk, das die Entwicklung Laars bestimmte, still. Die Schornsteine und Hochöfen rauchen nicht mehr, das Rollen der Walzenstraßen ist verstummt und auch die Frühlingssonne, die nach wie vor die Leute vom Lacumshof mit Pflug und Egge hinausziehen lässt, verstreut vergebens ihre lebenweckenden Strahlen über totes Eisen und Gestein. Es ist, als ob ein Kreislauf des Lebens beendet, das Rad zurückgedreht und eine Entwicklung abgeschlossen wäre, die Glück und Wohlstand einer Stadt gegeben und nun wieder genommen hat.

    source : https://www.laar-am-rhein.de/news/%C3%A4ltere-news/


  • Commentaires

    Aucun commentaire pour le moment

    Suivre le flux RSS des commentaires


    Ajouter un commentaire

    Nom / Pseudo :

    E-mail (facultatif) :

    Site Web (facultatif) :

    Commentaire :